Die letzten vier Tage war ich auf Trekking Tour und hab zum ersten Mal die Landbevölkerung sehen können.
In Kalaw bin ich zu einem mini Kloster auf einem Berg gewandert. Ich war komplett allein, keine Menschenseele weit und breit, was sehr schön war, nur zwei Bauern die Gemüse geerntet haben. Oben warteten ein paar kleine goldene Schreine und die Aussicht auf Kalaw, aber dort schlug auch das Wetter mal wieder um und ich war nach kurzem in Dunst und Wolken eingehüllt. Sieht schon spektakulär aus wenn in die eine Himmelsrichtung das Land vor einem liegt und die Berge und Täler von der Sonne beschienen werden und in die andere nur dichter grauer Nebel zu sehen ist. Auf dem Rückweg fing's dann richtig an zu schütten und ich musste ne halbe Stunde unter meinem Rossmann Regenschirm ausharren. Dafür gab es einen schönen Regenbogen zu sehen.
Am nächsten Morgen ging es dann mit 7 anderen Travellern auf drei Tages Wanderung durch die Bergdörfer zum Inle See. Die Dörfer werden von verschiedenen Stämmen bewohnt und sind teils noch total ursprünglich. Die Menschen leben vom Tee, Reis, Ingwer und Chili Anbau und da unser Führer aus einem der Dörfer stammte wurden wir hier und da zum Tee eingeladen. Die Stimmung in der Gruppe war durchweg mega gut und lustig. Die Nacht haben wir bei der Familie von unserem Guide genächtigt. Die Mutter hatte gekocht und das war meeeeegaaaaaa lecker (alles übrigens immer vegetarisch). Danach hatten wir noch einen interkulturellen Musik Austausch, die Nachbarn haben mit komischen Instrumenten Musik gemacht und sind dann weiter von Haus zu Haus gezogen, während wir mir der Gitarre begleitet zu burmesischer und westlicher Musik gesungen haben (Ich habe 99 Luftballons gespielt weil das das einzige ist wo ich Riffs und Text auswendig kann hihihi).
Der nächste Tag war körperlich total anstrengend, der nächtliche Regen hatte die gesamte Strecke in eine Schlamm Piste verwandelt und wir kämpften uns durch Riesenpfützen aus Matsch. Außerdem gab es überall Mini-Blutegel, die wir alle paar hundert Meter von Beinen und Hosen klopften mussten bevor sie sich fest saugten. Den Dänen hat es drei Mal erwischt, ich war zum Glück schnell genug. Als es dann wieder richtig zu schütten begann mussten wir über rutschige Felsen was eher gefährlich als abenteuerlich war und kurz nachdem wir ein Flussbett durchquert hatten wurde dieses von einer Schlamm-Lawine überrollt. Der Tag hat uns alle zusammen geschweißt und der Abend bei prasselndem Regen und Gitarren Musik bei Kerzenschein und Bier war super schön!
Aufgrund der schlechten Zustände haben wir die letzte Tages Etappe im Pick Up zurückgelegt und kamen dann am Inle See an, von dem ich morgen berichte.
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