Mit Bus und Fähre ging es zur letzten großen Station dieser Reise - in die bekannte Ha Long Bucht und auf anraten einiger Traveller auf die dort am Rande liegende und weniger touristische Insel Cat Ba.
Die weitläufige Bucht besteht aus einzigartigen Karstgesteinen, die spitzkeglig aus Landschaft und Meer ragen und von grüner Vegetation bedeckt sind. Es gibt in dieser zerklüfteten Gegend hunderte Höhlen und Grotten, die zu Fuß oder vom Wasser aus per Kajak erkundet werden können. Interessant sind auch die in einigen Lagunen liegenden Floating Villages, deren Einwohner von in Netzen wachsenden Fische leben. Außerdem gibt es viele schöne, abgelegene Strände in einsamen Buchten zu entdecken.
Mit einer Tagestour fuhr ich per Boot mit einer Gruppe anderer Traveller durch das Labyrinth dieser bizarren Wasserlandschaft, unterbrochen von Stops an kleinen Stränden in ansonsten unzugänglichen Buchten zum Planschen und Muscheln sammeln.
Der Höhepunkt war eine Kajaktour. Wir paddelten durch kristallklare Lagunen, die von steilen grünen Felsen umschlossen waren und durch Grotten miteinander verbunden waren. Mal musste man beim durchfahren der Tunnel den Kopf einziehen, mal war die Decke mehrere Dutzend Meter hoch in den Berg reichend und von Fledermäusen bewohnt. Meine brasilianische Mitpaddlerin und ich manövrierten uns durch die Tunnelsysteme in die versteckten Lagunen und es machte super viel Spaß durch die einzigartige Natur zu schippern.
Am nächsten Tag habe ich einen Ausflug in den Nationalpark der Insel gemacht und bin durch den Dschungel bis auf einen wunderbaren Aussichtpunkt geklettert. Die Aussicht auf die grünen Berge war majestätisch und ich fühlte mich erhaben und frei. Ich sah sogar eine springende Schlange, die einem Frosch hinterher jagte, verrückt! Außerdem waren noch zwei kleine Höhlen drin, in einer war im Vietnam Krieg ein Krankenhaus versteckt.
Den Nachmittag verbrachte ich am nahen Strand, wo ich ein paar Leute kennenlernte, die abends auf eine Halloween-Party an einem abseits liegenden Strand gehen wollten. Der Flyer war selbst gemalt und neben DJ und Lagerfeuer warb er mit Meeresleuchten. Wirklich?
Nach dem Abendessen machten wir uns also auf die Suche nach dem hidden Beach. Nachdem wir schon fast aufgegeben hatten den Strand zu finden kamen wir dann zwischen hoch aufragenden Felsen doch noch an und es war total schön! Es waren etwa 50 Leute da, ein großes Lagerfeuer und der Mond erleuchtete den Sand und die Menschen tanzten gelöst und glücklich an diesem besonderen Ort.
Und dann ging es ins Wasser. Der Mond war bereits untergegangen und das Wasser dunkel. Doch dann, ich konnte meinen Augen kaum trauen, sah ich das Plankton an meinen Beinen, meinem Bauch und meinen Armen schimmern! Wenn ich mit den Fingern schnippste sah es aus, als würde Zauberstaub aus ihnen kommen, wenn man Wasser über sich oder andere goss, sah als aus, als würden dutzende blauer Sternschnuppen den Körper hinunter rinnen. Ich glaube ich habe in meinem Leben nichts schöneres gesehen und hätte heulen können vor lauter Schönheit des Augenblicks und alle herum waren begeistert und ergriffen von diesem Schauspiel. Das war echt ein toller Abschied von der Insel und der Reise, denn über Hanoi und Bangkok geht's jetzt zurück nach Hause!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen